{"id":175,"date":"2016-02-03T17:46:29","date_gmt":"2016-02-03T16:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thueringen.freidenker.org\/cms\/?page_id=175"},"modified":"2018-09-15T13:12:44","modified_gmt":"2018-09-15T11:12:44","slug":"pressespiegel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thueringen.freidenker.org\/index.php\/kreisverbaende\/kv-greiz\/pressespiegel\/","title":{"rendered":"Pressespiegel"},"content":{"rendered":"<h3><span class=\"headlinebig\">V<\/span><strong>ollst\u00e4ndig h\u00e4tte man unter der \u00dcberschrift &#8222;Willig den Herrschenden angedient&#8220; in der OTZ lesen k\u00f6nnen &#8230;\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p class=\"body-text-indent-western\">Reiner Kunze wird in einem Artikel vom 16. 8. ein Strau\u00df bester dichterischer Eigenschaften gebunden. Die sch\u00f6nste Blume aber sei dessen Liebe zur Wahrheit, allerdings ohne zu erfahren, wessen Wahrheit gemeint ist.<br \/>\nWer will, findet die Antwort des Poeten im Text zu Salzburg \u201e \u2026<i>auf dem M\u00f6nchsberg stehend\u201c: nach ankunft im westen Europas \/ widerzukehren \/ hierher, k\u00f6nnen von nun an mich hindern \/ Armut nur, Krankheit \/und Tod<\/i>\u2026\u201c <i> <\/i>Deutlicher noch im Prosaband \u201eDie wunderbaren Jahre\u201c, darin er Kinder durch Erziehung zu sozialistischen Patrioten kalt und gef\u00fchllos denunziert. Er habe den Dichter \u00fcber Nacht zum Weltautor gemacht. Allerdings nur, weil er damit beste Munition im kalten Krieg gegen den Sozialismus lieferte.<br \/>\nWer noch nicht begreift, welche Quelle Reiner Kunzes Wahrheit speist, dem pr\u00e4sentiert ihm seine Dankesrede zur Verleihung des Th\u00fcringer Literaturpreises 2009 im Journal \u201ePalmbaum\u201c als auch ihren Klassencharakter: \u201eWer die Freiheit sch\u00e4tzt und auf dem Wahlzettel die Partei \u201aDie Linke\u2019 ankreuzt, sollte die Hand zumindest zittern.\u201c<br \/>\nAuskunft gibt ebenfalls seine Rede auf einem Parteitag der CDU und das vom Einvernehmen triefende Shakehand mit Bundespr\u00e4sidenten K\u00f6hler, der k\u00fcnftig Kriegsopfer der Bundeswehr einforderte und, weil kritisiert, beleidigt den Hut nahm, als auch die in Reiner Kunzes j\u00fcngsten Band Poesie gegei\u00dfelte Okkupation der Krim durch Russland, die doch nichts anders ist als Notwehr gegen die brandgef\u00e4hrliche Einkreisung durch die NATO.<br \/>\nUnd dieses alte, gehabte, tief kranke Deutschland marschiert zum zweiten, respektive dritten Male gegen alle Vernunft wieder mit. Der Artikelschreiber r\u00fchmt den Poeten als einen der bedeutensten lebenden Dichter Deutschlands und er selber bemerkte, bereit zu sein, die Folgen seiner Dichtung zu \u00fcbernehmen. Wenn denn dem so ist, dann muss er auch ertragen, einer der kr\u00e4nksten genannt zu sein, weil sie f\u00fcr dieses kaputte Deutschsein Partei nehmen, wenn nicht noch mit ihren Versen garnieren.<br \/>\nKritisches m\u00fcsste man ihm weit mehr sagen, weil er sich als Arbeiterkind bis heute willig und nicht weniger flei\u00dfig den Herrschenden andient, die seine wirklichen Feinde sind und es trotz aller Sozialisation mit ihnen bleiben. Damit ist jene hohe Zeit, da unser beider Verse in einer Anthologie des Ministeriums zur Verteidigung der DDR br\u00fcderlich vereint agierten, zwar vorerst vorbei, doch l\u00e4ngst nicht vergessen.<\/p>\n<p>Das schreibt einer von den wenigen \u00dcberlebenden des Jahrganges 24, der auszog, um als Fliegersoldat ber\u00fchmt zu werden und wie daf\u00fcr gestraft ins Inferno der Ardennenschlacht geriet, jedoch wie ein Wunder dem massenhaften Heldentod als dem \u201esch\u00f6nen vaterl\u00e4ndischen Sterben\u201c von der Schippe sprang, dem der erste Arbeiter- und- Bauernstaat deutscher Nation Schule und Heimstatt wurde. W\u00e4hrend einer den Dichter ehrenden Veranstaltung seines Geburtsortes Oelsnitz \u00fcberreichte ich ihm meinen Essayband mit der ganz anderen Wahrheit. Die Aufforderung, in einem \u00f6ffentlichen Meinungsstreit wie einen \u201eS\u00e4ngerkrieg\u201c zu Greiz w\u00fcrdig auszufechten, lehnte er allerdings aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden ab.<br \/>\nRudi W. Berger, Langenwetzendorf<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span class=\"headlinebig\">Nazi-Problem ist nicht weit weg<\/span><\/h3>\n<p><strong>Greiz.<\/strong> Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus<br \/>\nVon Lydia Psurek Greiz (OTZ). Mit einer Kranzniederlegung ist gestern auf dem &#8222;Alten Friedhof&#8220; in Greiz am ehemaligen Ehrenmal der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden.<\/p>\n<p>Torsten R\u00f6der, Pressesprecher PDS\/Die Linke, begr\u00fc\u00dfte dazu neben einigen seiner Parteigenossen Vertreter des Freidenker-Verbandes Greiz sowie der Jusos. &#8222;Wir stehen hier, weil 63 Jahre nach dem Ende eines uns\u00e4glichen Krieges mit weit \u00fcber 20 Millionen Toten die NPD wieder ungestraft marschieren und sogar \u00b4Familienfeste\u00b4 organisieren kann&#8220;, mahnte R\u00f6der. Dieses Problem sei nicht weit weg, sondern in Sachsen und Th\u00fcringen sehr pr\u00e4sent. Scharf kritisierte er den Th\u00fcringer Ministerpr\u00e4sidenten Dieter Althaus (CDU), der an &#8222;einem nicht ganz so strammen Rechten wie Krause als Kultusminister&#8220; festgehalten habe, bis der \u00f6ffentliche Druck zu gro\u00df war.<\/p>\n<p>Kritik \u00e4u\u00dferte R\u00f6der auch an der Haltung von CDU und SPD im Greizer Stadtrat und im Landkreis, die in ihren staatlichen Funktionen schon mehrfach rechte Aufm\u00e4rsche und Infost\u00e4nde genehmigt h\u00e4tten. Weil die Verwaltung im Kampf gegen das Erstarken der NPD wortlos versage, stehe man hier, sagte R\u00f6der, aber auch, weil das Aktionsb\u00fcndnis gegen Rechts anhaltend schweige und im \u00b4stillen K\u00e4mmerlein\u00b4 tage. &#8222;Mit Aussitzen und Stillhalten bek\u00e4mpft man Rechte nicht&#8220;, kommentierte R\u00f6der. Selbstkritisch merkte der PDS\/Die Linke-Pressesprecher allerdings auch an, dass seine Partei im Kampf gegen Rechts ebenfalls noch zu wenig Flagge zeige &#8211; gerade auch, was die Beteiligung bei Stadtratssitzungen angehe.<\/p>\n<p>Um Aktion zu zeigen sei man aber heute zu diesem Mahnmal gekommen, das, so R\u00f6der, &#8222;in den letzten toten Winkel von Greiz&#8220; verbannt worden sei, um es aus der Wahrnehmungswelt der Menschen zu verdr\u00e4ngen. &#8222;Diesbez\u00fcglich werden wir Senioren der Linkspartei demn\u00e4chst einen Antrag stellen, damit wenigsten ein paar Stufen, eine ordentliche Umgrenzung und ein Hinweisschild hier angebracht werden&#8220;, \u00e4u\u00dferte sich Reiner Vogel, Ortsb\u00fcrgermeister von Gommla Auch die Bemerkung, dass keine hochrangigen Funktionstr\u00e4ger von CDU und SPD zur Gedenkfeier anl\u00e4sslich der Befreiung vom Hitlerfaschismus anwesend waren, wurde unter den Anwesenden diskutiert. &#8222;Vor einer Stunde war die Kranzniederlegung in Reichenbach, dort war sogar der B\u00fcrgermeister dabei &#8211; bei uns aber nicht&#8220;, sagte Detlef Kr\u00fcger vom Freidenker-Verband Greiz.<\/p>\n<p>&#8222;Ich finde es richtig, dass mehr getan werden muss, auch wenn ich nicht allen Aussagen, die \u00fcber das Verhalten der Parteien hier in Greiz gemacht worden sind, zustimmen kann&#8220;, sagte Felix Prei\u00df, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jusos, die zu zehnt an der Veranstaltung teilgenommen hatten. &#8222;Ich halte es f\u00fcr bedauerlich, dass wir die einzigen jungen Menschen hier waren&#8220;, bemerkte Prei\u00df.<\/p>\n<p>Der oft zitierte \u00b4Kampf gegen Rechts\u00b4 findet jeden Tag statt.<br \/>\nTorsten R\u00f6der, Pressesprecher PDS\/Die Linke Greiz<\/p>\n<p align=\"right\"><em><strong>(OTZ Greiz, <\/strong><\/em><em><strong>08.05.2008<\/strong><\/em><em><strong>)<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Walter Kopp \u2013 Arbeitersohn und Kulturm\u00e4zen<\/p>\n<p><strong>Greiz.<\/strong> Anno 1991 waren die Greizer SPD-Neugr\u00fcnder mit blinden Eifer vor allem darum besorgt, Stra\u00dfennamen aus DDR-Zeiten zu tilgen. Einer der ersten, der ihrer Umbenennungswut zum Opfer fiel, war Walter Kopp. Obwohl eigentlich dieser Mann zu einem der Vorbilder der neuen SDP der DDR\/der SPD h\u00e4tte werden k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich bildeten Walter Kopp und seine drei Genossen von der KPD (O) mit den gleichstarken Sozialdemokraten nach den letzten demokratischen Stadtratswahlen auf eindeutig antifaschistischer Grundlage in Greiz eine Fraktionsgemeinschaft. W\u00e4hrend die drei Stadtr\u00e4te der KPD sich dieser Einheitsfront verschlossen.<\/p>\n<p>Heuer konnte der verbissene DDR-Hasser, Christdemokrat und Orchestermusiker Wilfried Arenh\u00f6vel\u00a0 Vorurteile \u00fcberwinden und w\u00fcrdigte mit bewegenden Worten den Kommunisten, das sp\u00e4tere SED-Mitglied, Walter Kopp wegen dessen bleibender Verdienste um das Greizer Kulturleben. Das ist um so erfreulicher, weil sich kein einziger SPD-Funktion\u00e4r zur Ehrung Walter Kopps anl\u00e4sslich seines 110. Geburtstages am 15. Februar\u00a0 eingefunden hatte.<\/p>\n<p>Wer nun war Walter Kopp, an den Freidenkerverband und DIE LINKE mit einer Kranzniederlegung sowie einer kulturpolitischen Podiumsdiskussion erinnerten?<\/p>\n<p>Der Arbeitersohn wuchs in einer politisch aktiven Familie auf. 17j\u00e4hrig wurde Walter Kopp Gewerkschaftsmitglied. Im November beteiligte er sich in Greiz aktiv an der Novemberrevolution und der Gr\u00fcndung eines Arbeiter- und Soldatenrates, am 8. M\u00e4rz 1919 war er dann eines der zehn Gr\u00fcndungsmitglieder der Greizer KPD. Walter Kopp beteiligte sich 1920 auch an der Niederschlagung des Kapp-Putsches. Die junge KPD betraute ihn mit den Aufgaben eines Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers und Lokalredakteurs der \u201eOstth\u00fcringer Arbeiterzeitung. Ab 1925 bis 1933 wurde Kopp wiederholt in den Greizer Stadtrat gew\u00e4hlt. Zun\u00e4chst f\u00fcr die KPD, ab 1928 f\u00fcr die KPD (Opposition).<\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbertragung an die Faschisten organisierte Kopp gemeinsam mit den Genossen beider kommunistischer Parteien und der SPD sofort eine weit verzweigte Widerstandsgruppe. Doch die Gestapo konnte seiner bereits 1934 habhaft werden, Jahre im Zuchthaus und im Strafbataillon 999 folgten.<\/p>\n<p>Im Juni 1945 kehrte Kopp nach Greiz zur\u00fcck und widmete seine ganze Kraft dem antifaschistisch-demokratischen Neuanfang. Insbesondere bei der lebendigen Umgestaltung auf geistig-kulturellem Gebiet leistete er als gew\u00e4hlter Erster B\u00fcrgermeister vom 15. Juli 1945 bis November 1950 eine umfangreiche von seinen Mitb\u00fcrgern anerkannte Arbeit.<\/p>\n<p>Bereits 1947 konnte er junge, engagierte Theaterleute aus ganz Deutschland f\u00fcr den Plan gewinnen, ein professionelles Theaterensemble in Greiz zu gr\u00fcnden. Das \u201eTheater der Stadt Greiz\u201c bestand bis 1963 und leistete f\u00fcr ein kleines Provinztheater Beachtliches: namhafte K\u00fcnstler gingen aus ihm hervor.<\/p>\n<p>Walter Kopps Gesp\u00fcr f\u00fcr Menschen, f\u00fcr B\u00fcndnispartner und kulturpolitische Initiativen waren in diesen schweren Zeiten von Erfolg gekr\u00f6nt. Doch mit seiner unkonventionellen und antidogmatischen Art \u2013 er trug ja stets Fliege zu gut sitzendem Anzug \u2013 und vor allem wegen seiner Herkunft aus der KPD (O) war Kopp jedoch dem SED-Apparat ein Dorn im Auge und er wurde aus dem Amt verdr\u00e4ngt. Doch Kopp, der sich als marxistischer Humanist verstand, lie\u00df sich weder damals noch sp\u00e4ter durch solche Intrigen beirren. Er fand im Kulturbund ein neues, und ihm gem\u00e4\u00dfes Bet\u00e4tigungsfeld. Als dessen Erster Kreissekret\u00e4r schuf er den weit \u00fcber Th\u00fcringens Grenzen hinaus bekannten \u201eKlub Alexander von Humboldt\u201c.<\/p>\n<p>Erst im Februar 1998 rief die Greizer PDS den 1973 verstorbenen Walter Kopp und sein Werk wieder in Erinnerung. Angemahnt wurde von der diesj\u00e4hrigen Ehrung, dass sich die noch bestehenden Institutionen wie Theater, Vogtland Philharmonie und die Greizer Musikwochen endlich wieder zu ihrem M\u00e4zen bekennen sollten, ebenso wie die Stadt zu ihrem Ehrenb\u00fcrger. Doch die Abwesenheit der Politik, abgesehen von DIE LINKE, lie\u00df solche Fragen und Forderungen unbeantwortet.<\/p>\n<div align=\"right\"><strong> Siegfried R. Krebs<\/strong><\/div>\n<div align=\"right\"><em><strong>(www.srkrebs.de , 16.02.2008)<\/strong><\/em><\/div>\n<div align=\"right\"><\/div>\n<div align=\"right\"><\/div>\n<div align=\"right\"><\/div>\n<div align=\"right\"><\/div>\n<h3>Freidenker, Stadt Greiz und Interessierte gedenken Walter Kopp<\/h3>\n<p><strong>I<\/strong><strong>nteressante Gespr\u00e4chsrunde anl\u00e4sslich des 110. Geburtstages im Theater Greiz &#8211; Neue geschichtliche Fakten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Greiz <\/strong>(A.-G. Marsch). Mit einer feierlichen Kranzniederlegung auf dem Neuen Friedhof Greiz gedachten die Greizer Ortsgruppe des Deutschen Freidenkerverbandes und weitere Interessierte am Sonnabendvormittag des 110. Geburtstages von Walter Kopp.<\/p>\n<p>Der am 15. Februar 1898 in Crimmitschau geborene Sohn eines Textilarbeiters hatte beim kulturellen Neuaufbau der Stadt Greiz nach dem 2. Weltkrieg Hervorragendes geleistet. Als es nach 1945 galt, m\u00f6glichst schnell wieder ein Kulturleben in Gang zu bringen, war die Stadt Greiz, nicht zuletzt durch den unerm\u00fcdlichen Einsatz Walter Kopps, federf\u00fchrend in der Region. Eine nach Kunst hungernde Bev\u00f6lkerung dr\u00e4ngte sich nach den hohen Werten, die besonders aus der Musik sprechen. Die allgemeinen Impulse und die Aufgeschlossenheit f\u00fcr ein wahres Musikerleben waren damals so urspr\u00fcnglich, dass der Aufbau eines wirklichkeitsnahen Musiklebens durch Walter Kopp und MD Gerhard Friedrich in Verbindung mit der Ortsgruppe des Kulturbundes die schon immer musikbegeisterten Greizer zutiefst erfreute.<\/p>\n<p>&#8222;Lieber einen Tropfen Schwei\u00df als einen Tropfen Blut&#8220; war die Lebenshaltung vieler, die den schrecklichen Krieg \u00fcberlebten und als &#8222;Aktivisten der ersten Stunde den antifaschistisch-demokratischen Wiederaufbau des Landes begannen&#8220;, wie Dr. Michael G\u00f6lles in seiner Gedenkrede dazu ausf\u00fchrte. Kopps Kampf als aufrechter Antifaschist, seine Vorbildwirkung und nicht zuletzt sein Wirken als B\u00fcrgermeister der Stadt Greiz in den Jahren 1945-1950 haben ihn zu einer \u00e4u\u00dferst gesch\u00e4tzten Pers\u00f6nlichkeit werden lassen und &#8222;mahnen uns, sein Erbe zu bewahren.&#8220;<\/p>\n<p>Zur anschlie\u00dfenden Diskussionsrunde im Klubraum des Greizer Theaters konnte Dr. G\u00f6lles als Gespr\u00e4chspartner Jutta Gropp, Stadtverwaltung Greiz; Undine Hohmuth, Leiterin des Greizer Theaters; Winfried Arenh\u00f6vel, Vogtland Philharmonie Greiz\/ Reichenbach; Reiner Vogel, Ortsgruppe Greiz Die LINKE und Ingo Hufenbach, Leiter der Greizer Musikschule, begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Reiner Vogel, der Walter Kopp noch pers\u00f6nlich kannte, sah in ihm vor allem &#8222;Vorbild als Mensch, Kommunalpolitiker und Sch\u00f6ngeist, der sich grundlegend vom damals \u00fcblichen Funktion\u00e4rs-Schema unterschied.&#8220; Im besonderen ging Vogel auf Kopps Wirken als Greizer Stadtrat in den Jahren 1925 bis 1933 ein, zun\u00e4chst in der KPD, ab 1928 in der KPO (Kommunistische Partei Deutschland &#8211; Opposition), einer neuen Fraktion, die seit 1932 mit der SPD eine Fraktionsgemeinschaft bildete. Die KPO sei in der DDR totgeschwiegen worden, da sie nicht nur Stalin, sondern auch der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) kritisch gegen\u00fcberstand. W\u00fcrdigung erfuhr Walter Kopp erst sp\u00e4t, &#8222;fast zu sp\u00e4t&#8220;, so Vogel. So sei ihm 1970 die Ehrenb\u00fcrgerschaft von Greiz verliehen worden, eine Stra\u00dfe im Neubaugebiet erhielt seinen Namen. Doch nach der politischen Wende h\u00e4tte man nichts eiligeres zu tun gehabt, als diese umzubenennen und aus dem Stra\u00dfenverzeichnis zu entfernen.* Mitte der 90er Jahre habe die CDU den Antrag gestellt, bis auf den Cellisten Georg Wille alle Ehrenb\u00fcrger von 1945 bis 1990 zu streichen. Dass das nicht geschah, sei der PDS-Fraktion im Greizer Stadtrat zu verdanken gewesen, so Vogel.<\/p>\n<p>&#8222;Um nach dem Krieg zu \u00fcberleben, brauchte man die Kunst&#8220;, unterstrich auch Winfried Arenh\u00f6vel. Kopp habe zu jeder Zeit ein &#8222;Gesp\u00fcr f\u00fcr die Heimat gehabt&#8220;, sei stets Ansprechpartner gewesen. Den Bogen in die Gegenwart schlug Dr. Lothar Hartmann, Stellvertretender Vorsitzender des Theaterf\u00f6rdervereins zum Thema Greizer Stadthalle. &#8222;Es ist ganz in Walter Kopps Sinne, sein Verm\u00e4chtnis weiterzuf\u00fchren und dieses Haus zu bauen!&#8220;<\/p>\n<div align=\"right\"><em><strong>(OTZ Greiz, 21.02.2008)<\/strong><\/em><\/div>\n<div align=\"right\"><\/div>\n<div align=\"justify\">* Die urspr\u00fcngliche Walter-Kopp-Strasse in Greiz hei\u00dft heute Theodor-Storm-Strasse.<\/div>\n<div align=\"right\"><em><strong>(Anm.d.R., 12.03.2008)<\/strong><\/em><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vollst\u00e4ndig h\u00e4tte man unter der \u00dcberschrift &#8222;Willig den Herrschenden angedient&#8220; in der OTZ lesen k\u00f6nnen &#8230;\u00a0 Reiner Kunze wird in einem Artikel vom 16. 8. ein Strau\u00df bester dichterischer Eigenschaften gebunden. 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